Bei Noda WKB ist jedes Konzert einzigartig. Im Laufe der Saison wird Musik aus fünf Jahrhunderten präsentiert – und ein besonderer Platz ist für Beethoven reserviert, dessen Unsterblichkeit wir seit 200 Jahren feiern. Die Chroniken bieten neugierigen Köpfen die Chance, wesentliche Fragen zur Musikgeschichte und ihren Meisterwerken zu vertiefen.
Beethovens Sinfonien -zwei Jahrhunderte Interpretationsgeschichte II
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Vortrag von Adriano Giardina
Programm
1828 gründete der Dirigent François Antoine Habeneck in Paris die Société des concerts du Conservatoire, um die Sinfonien des ein Jahr zuvor verstorbenen Beethoven auf hohem künstlerischem Niveau aufzuführen. Von da an bis heute bilden die neun Sinfonien des Komponisten den Kern des Repertoires von Sinfonieorchestern, Kammerorchestern und inzwischen auch von Ensembles, die auf historischen Instrumenten spielen. Jenseits dieser kontinuierlichen Präsenz hat sich aber die Aufführungspraxis im Zuge der – bisweilen paradoxen – Entwicklung des Verständnisses von Werktreue immer wieder gewandelt. Wie kann man diese Musik interpretieren, um Beethovens Absichten möglichst gerecht zu werden? Der Musikwissenschaftler und Dirigent Adriano Giardina wird anhand von Zeitzeugnissen und Einspielungen einige Antworten von Dirigenten und Orchestern auf diese drängende Frage näher beleuchten.
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Adriano Giardina est maître d'enseignement et de recherche en musicologie à l’Université de Fribourg. Auparavant, il a occupé divers postes à l’Université de Lausanne et à ce titre a enseigné à l’EPFL et à l’HEMU. Il a effectué ses études de musicologie aux Universités de Fribourg et de Genève. En 2009, il a soutenu une thèse de doctorat sur les motets de Tomás Luis de Victoria à l’Université de Genève. Adriano Giardina dirige l’Ensemble La Sestina, spécialisé dans l’interprétation de la polyphonie de la Renaissance et la musique contemporaine, de même que le Chœur du Pavillon, composé d’étudiantes et d’étudiants en musicologie de l’université